wicked warriors safety

 

 

 

Safety first!

Im Airsoft-Sport werden mehrere Körperzonen erhöht beansprucht. Daher bedürfen einige Körperpartien spezielle Schutzmaßnahmen, um eine mögliche physische Beeinträchtigung als Folge des Spieles zu vermeiden. Hier ein paar Bilder realer Verletzungen die so oder so ähnlich auch schon bei Spielen der wicked warriors vorgekommen sind. Daher raten wir aus eigener (schmerzlicher) Erfahrung zur Verwendung der Schutzausrüstung.

 

 

1st line:

Schutzbrillenpflicht ist das oberste Gebot! Wie willst du Airsoft spielen wenn du keine Augen hast?!

Die BBs haben je nach Waffe auch nach einigen Metern noch eine so starke Aufprallenergie, dass das Auge und andere weiche oder dünnhäutige Körperregionen ernsthaft verletzt oder gar zerstört werden können. Auch wenn es verpönt ist, den Kopf als Ziel zu wählen, wurde doch so manches Auge schon durch die Schutzbrille geschützt.

Es gibt verschiedene Arten von Schutzbrillen: die weit verbreiteten Kunststoffgläser (Polycarbonat) und Brillen mit Metallgitter. Oft werden einige Spieler durch die Gitterstruktur in ihrer Sicht behindert und können die Zieleinrichtungen ihrer Airsoft-Waffen nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt nutzen. Dies muss man im Einzelfall selbst für sich entscheiden.

Manche Spieler bevorzugen auch Vollgesichtsmasken, oder separate Schutzgitter für die Mundpartie, da Treffer auf die Lippen, Zähne, die Ohren und ins Gesicht ebenfalls sehr schmerzhaft sein können. Andere Spieler tragen zum Schutz des Gesichts lediglich Shemaghs. Was gewählt wird, muss jeder für selbst entscheiden.

 

 

Vielfach wird auch das Tragen geeigneten Schuhwerks unterschätzt. Beim Bewegen über unebenes Gelände ist diese sehr von Vorteil. Zu Anfang erfüllen stabile Wanderstiefel, die man auch gut außerhalb des Spielfeldes tragen kann, diesen Zweck allemal. Spezielle Taktische Stiefel mit oder ohne Metallsohle oder Stahlkappe können je nach Einsatzort ausgesucht werden.

 

Sicherheit betrifft jedoch nicht nur die persönliche Schutzausrüstung, sondern auch die Absicherung für den Ernstfall.

Jede Spielgruppe sollte sich über Ersten Hilfe Maßnahmen informieren. Am besten ist ein regelmäßiges Auffrischen der Rot Kreuz Kurse, die jeder beim Führerschein, oder als Betriebs-Ersthelfer absolviert hat. Des Weiteren sollten der Ablauf bei einem Unglücksfall, der Handyempfang  des Spielleiters und die gute Erreichbarkeit des Spielgeländes sicher gestellt sein.

Das Spielfeld muss frei von gefährlichem Schutt oder Müll sein. Ein Grund, warum das Spielen auf verlassenen Truppenübungsplätzen so gefährlich ist – Blindgänger sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

 

 

2nd line:

Ebenso eine sehr große Gefahr ist, dass es zu einer Verwechselung unserer Airsoft-Waffen durch einen Polizisten kommt, der diese für echte Waffen hält. Bei dieser Art von Gefahr ist der Polizist unter Umständen berechtigt zu schießen. Deswegen gilt: Transportvorschriften einhalten! Befördere deine Airsoft-Waffe IMMER in einem abgeschlossenen, blickdichten Behältnis, getrennt von Munition, Gas und Akkus - also nicht schussbereit.

Ausserdem sollte man die Ordnungsbehörden informieren, auch wenn auf Privatgelände geskirmt wird! Dabei empfiehlt es sich, persönlich bei der Dienststelle vorbei zu fahren und die Erlaubnis des Geländebesitzers mit zu nehmen. Auch Nachbarn, Feuerwehr und Ordnungsamt sollten von den bevorstehenden Spielvorhaben in Kenntnis gesetzt werden. Das kann telefonisch oder durch schriftliche Ankündigungen erfolgen. Hiermit wird sichergestellt, dass es durch Passanten, oder sonstige Menschen, die durch den Anblick von getarnten Spielern mit Waffen in der Hand verschreckt werden, ein Fehlalarm bei der Polizei ausgelöst wird.

Dazu muss sichergestellt sein, dass keine BB das Gelände verlassen kann. Das erreicht man durch eine sogenannte SafeZone, also einen Streifen zwischen Geländegrenze und Spielfeld, in der nicht geschossen werden darf. Sie sollte mindestens 300m, aber auf jeden Fall doppelt so breit definiert sein, wie die maximale Schussreichweite der stärksten Airsoft-Waffe. Hierzu empfiehlt sich ggf. auch eine Joulebegrenzung.

Passanten müssen durch Absperrungen und Schilder vor Betreten des Geländes gewarnt werden. Auch hier kann man vermerken, dass die zuständige Polizeidienststelle über das Spielvorhaben informiert ist. Eine Kontaktnummer zum Spielleiter kann man auf dem Schild auch hinterlassen, falls ein Passant das Gelände doch betreten muss.   

 

Hier ein Beispiel wie die wicked warriors es handhaben:

 

 

wicked warriors rules

 

  • Jeder Spieler hat stets seine persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Schutzbrillenpflicht!
  • Das absichtliche Anvisieren des Kopfes ist verboten und wird mit dem Teamausschluss geahndet. 
  • Den Anweisungen des verantwortlichen Spielleiters und dem Teamleader sind absolut Folge zu leisten.
  • Spiele immer fair und respektiere die anderen Mitspieler. 
  • Airsoft ist ein Spiel, spiele es fair - akzeptiere die Treffer. 
  • Der Spieler der getroffen wird, hat das mit einem lauten „HIT“ den anderen Spielern zu signalisieren. Er hat die Waffe zu sichern und mit dem erhobenen rechten Arm (ja nach Spielvariante) das Spielfeld zu verlassen.
  • Auf ausgeschiedene Spieler darf nicht mehr geschossen werden!
  • Die Weitergabe von Informationen des laufenden Spieles, z.B. die Position anderer Spieler und Gegner von Spielern die gerade ausgeschieden sind, ist nicht erlaubt und zu unterlassen. Falls Funkgeräte verwendet werden, gilt für diesen Spieler eine Funksperre.
  • Jeder Spieler ist für seine komplette Ausrüstung inkl. der Waffen selbst verantwortlich.
  • Das Betreten der Spiel- bzw. Trainingsgeländen erfolgt auf eigene Gefahr. Im Falle eines Unfalles oder Verletzungen können keine Haftungsansprüche an den Grundstücksinhaber sowie an das organisierende Team, einzelne Mitglieder, oder an Dritte erhoben werden. Jeder Spieler hat für einen ausreichenden Versicherungsschutz (Haftpflicht, Unfallversicherung) zu sorgen.
  • Alkohol, Drogen und das Spielen unter Medikamenteneinfluss sind nicht erlaubt. Eventuelle Rauchverbote sind zu beachten. 
  • Bereiche, die abgesperrt sind (durch Hinweisschilder, Absperrmaterial, etc.) sind nicht zu betreten!
  • Abfälle sind ordnungsgemäß zu entsorgen.
  • Wenn das Spiel beendet oder abgebrochen wird, haben alle Spieler sofort ihre Waffen (Magazin, Lauf und Zuführung) zu entladen und zu sichern.
  • Nach dem Spiel haben die Spieler ihre Waffen entladen, mit getrenntem Akku und getrennt von Magazinen und BBs wieder in die dafür geeigneten Transportbehältnisse zu packen und diese abzuschließen.
  • Im Falle einer ordnungsbehördlichen Kontrolle wird das Spiel sofort abgebrochen. Alle Spieler haben Ihre Waffen zu entladen, zu sichern und diese auf den Boden zu legen. Kommentare oder Bemerkungen der Spieler sind zu unterlassen. Der verantwortliche Spielleiter wird sich um diese Situation kümmern.
  • Auf allen deutschen Spielgeländen sind pyrotechnische Erzeugnisse (Blendgranaten, Rauchkörper, Böller, etc.) nicht erlaubt!
  • "Blind fire", also das schießen um die Ecke oder über eine Deckung ohne zu zielen, ist verboten.
  • Ein Spieler gilt als getroffen, wenn er auf seinem Körper/Ausrüstung oder der Waffe mit einer Kugel getroffen wird - indirekte Treffer (Abpraller, Querschläger) zählen nicht.
  • Bei Verwendung von Schutzschilden (Bodybunker) gelten noch folgende zusätzlichen Regeln: 
    Ein Schutzschild kann Treffer aus einer Pistole und einer Langwaffe (inkl. einer Schrotflinte) aus einer gewissen Entfernung (> 3 Meter) abhalten. 
    Sollte der Spieler mit einer Granate oder mit einer Schrotflinte aus kürzester Entfernung (< 3 Meter) getroffen werden, gilt das Schild als zerstört und der Spieler scheidet zusammen mit dem Schild aus. 
  • Wenn ein Spieler sich an andere Spieler heranschleichen konnte (< 3 Meter), darf er einen Schuss auf nur noch mündlich mit dem Ausruf „BANG“ anzeigen. Schießen auf kurzer Distanz kann gefährlich werden und zu Verletzungen führen und ist somit nicht erlaubt.
  • Berührt ein Spieler mit seiner Waffe einen Gegner, so kommt es einem Treffer gleich. Der gegnerische Spieler ist dann ebenfalls ausgeschieden.
  • Falls Funkgeräte verwendet werden, hat sich jedes Team vor Spielbeginn für einen eigenen Kanal zu entscheiden. Das Abhören der gegnerischen Frequenzen gilt als unfair, ist aber nicht verboten.
  • Wird auf harte Gegenstände, Untergründe oder andere Objekt geschossen, muss bis ca. 10 Meter im Umkreis mit Abprallern, Querschlägern, Splittern o. ä. bis in Kopfhöhe gerechnet werden. In diesem Umfeld ist auch auf andere Personen zu achten und diese zu informieren. 
  • Es ist darauf zu achten beim Reinigen, Begutachten, oder sonstigem Hantieren mit Waffen die Mündung nicht in Richtung von Personen zeigt, auch wenn die Waffe entladen und gesichert ist. 
  • Ist man nicht im Begriff zu schießen, wird der Abzugsfinger "lang an der Waffe" gehalten - also ausgestreckt auf die Waffe gelegt, ohne den Abzug zu berühren. 
  • Waffen über 2,0 Joule sind nicht erwünscht. Die Waffen werden stichprobenartig gechront. 
  • Ein Mündungsschutz für jede Waffe muss vorhanden sein - ist auf vielen Events Pflicht.

 

Zu viele Regeln? Jeder von uns ist erwachsen und kann tun was er will, aber nicht jeder lässt mit sich machen, was ein anderer will! Und damit es hinterher kein Geheule und Zähnegeklapper gibt, gibt es eben Regeln. Wer das nicht versteht, kann ja in einen Schachclub gehen ;)

 

 

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